Veränderung der Auenlandschaft

Vor etwa 1000 Jahren

Der Fluss strömt träge dahin. Er besitzt mehrere Seitenarme und schlängelt mäandriert durch die Landschaft. In der Mitte bildet er kleine Inseln, worauf Vögel und jede Menge Kleintiere leben. Die Flussufer sind sumpfig und voller Insekten. Ungefähr 6000 Tierarten haben hier ihren Lebensraum.

So sah es vor etwa 1000 Jahren an den Flüssen aus. Die sumpfige Landschaft um den Flüssen nennt man Auenlandschaft.

 

Ein paar Jahrhunderte später

Der Fluss wurde schon teilweise begradigt. Man sieht keine Seitenarme mehr, weil sie von den Menschen trockengelegt wurden, da den Menschen die düsteren und sumpfigen Auen mit krankheitsübertragenden Insekten unheimlich waren. Sie wollten das Land, das sehr fruchtbar ist, für Weiden und Äcker nutzen.

Durch das Trockenlegen der Seitenarme ist der Fluss breiter geworden und führt mehr Wasser. Das hat den Vorteil, dass die Menschen ihre Waren auf Flößen transportieren konnten. Weiden mit Kühen und Mühlen, die das Wasser zum Mahlen von Korn zu Mehl nutzten, haben die Auenlandschaft verkleinert. Um den Fluss herum sieht man Häuser von Menschen, die sich dort angesiedelt haben.

 

Heute

Die Menschen haben im Laufe der Zeit den Fluss immer mehr begradigt. Der Fluss ist gerader und breiter geworden und kann mit Schiffen befahren werden.

Ganze Städte mit Hochhäusern liegen in der Nähe des Flusses. Brücken, Fussballplätze und was für die Wirtschaft wichtig ist. Fabriken können das Wasser vom Fluss zur Herstellung iher Waren nutzen und die Ware mit Hilfe von Schiffen bis ans offene Meer transportieren, von wo sie ins Ausland verschifft wird.

Die Auenlandschaft ist viel schmaler geworden, und der Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere ist zerstört.