Lebensraum Aue

Die Flussauen gehören zu den vielfältigsten und artenreichsten Lebensräumen in Europa.

Um den Fluss gibt es viele Strukturen wie Altarme, Tümpel, Rinnen und Mulden, die in unterschiedlicher Weise vom stehenden oder strömenden Wasser geprägt werden.

Es gibt regelmäßige Überflutungen. Sie verändern auch den Flusslauf und führen zu einer stetig sichtbaren Verwandlung.

Hochwasser schafft Neues: Ufer brechen ab, Sand- und Kiesbänke entstehen, Bäume stürzen ins Wasser. Diese "Zerstörung" ist für viele Tiere und Pflanzen lebenswichtig.

Lebensräumen in der Aue ist gemeinsam, dass sie häufig überschwemmt werden. Tiere und Pflanzen haben sich schon angepasst. Nicht alle Bäume vertragen so viele Überschwemmungen.

Der höher liegende Teil der Aue ist selten vom extremen Hochwasser überflutet. Hier wachsen Eichen, Ulmen, Eschen und Ahorn. Man nennt sie Hartholzaue oder terristischer Bereich. In Flussnähe ist das Auenegebiet länger überflutet. Dieser Bereich heißt Weichholzaue.

Im Uferbereich des Baches gibt es großwüchsige Pflanzen, kleine Stauden und Kräuter. Zusammen mit der Weichholzaue heißt dieser Teil amphibischer Bereich.

Der Bach- oder Flussbereich selbst wird aquatische Zone genannt.