Beitrag der Projektgruppe Klasse 7bG der Gerhart-Hauptmann-Schule Griesheim

Die Rheinauen am Beispiel des Naturschutzgebietes Kühkopf-Knoblochsaue

4. Das Besondere der Aue

4.1. Überschwemmungen von Flussauen

Flussauen sind Gebiete, die periodisch überschwemmt werden. Das heißt, zu bestimmten Zeiten im Jahr werden die angrenzenden Ufergebiete des Flusses überschwemmt.

Im 19. Jahrhundert hat man versucht, diese Überschwemmungen zu verhindern. Der Rhein wurde begradigt und Dämme gebaut. Die Begradigung hatte den Vorteil, dass der ganze Unrat und die Baumstämme mit einer großen Geschwindigkeit weggetragen wurden. Wenn der Fluss nicht begradigt worden wäre, würden die Stämme in den Kurven des Flusses hängen bleiben, diesen verstopfen und die ganze Zeit gegen die Dämme schlagen, diese dann beschädigen und zu Überschwemmungen führen; oder alles würde in den Kurven hängen bleiben, das Wasser staut sich und tritt unkontrolliert über die Ufer. Aber man hatte immer noch Probleme mit dem Hochwasser, weil das Wasser durch die Begradigung nun in den Städten zu Hochwasser führte. Also hat man die Dämme am Altrhein wieder geöffnet, so dass das Wasser wieder in den Altrhein fließen konnte.
Auch die Bauern hatten ihren Vorteil durch die Begradigung des Flusses. Der Rhein fließt schneller und gräbt sich 1,5 m tief in die Erde ein und soviel sank auch das Grundwasser. Durch die Überschwemmungen auf den Feldern blieb im Frühjahr eine Schlacke zurück, die als guter Dünger die Erde sehr fruchtbar macht.

Im Winter und im Frühjahr kommen die höchsten Hochwasserstände. In dieser Zeit wird der größte Teil des Kühkopfes überschwemmt. Damit das ganze Wasser nicht in Orte und Städte läuft gibt es einen Winterdeich, der absolut sicher sein muss.
Ein besonderes Merkmal von Auen ist, das man das Hochwasser nicht voraussehen kann. Es gibt zwar Häufungen von Zeitabfolgen des Hochwassers, aber es gab auch Zeiten ohne Überschwemmungen und wiederum Zeiten mit bis zu 200 Tagen Hochwasser im Jahr.
Man kann nur sagen: „Das Wasser kommt wann es will und geht wann es will.“

Auf dem Kühkopf gibt es meist das höchste Hochwasser im Frühjahr. Wenn zur Zeit der Schneeschmelze in den Alpen noch viele Regenfälle hinzukommen, kann das Ausmaß des Hochwassers erheblich sein.